Hochwasserüberwachung am Yangtze, China

Projekt Phase 1
Projekt
SDC China: "Infrastruktur für die Hochwasserüberwachung des Yangtze Flusses, China: Satellitenaufnahmen, Bildverarbeitung, GIS und  Hydrologische Modelle", finanziert durch das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (DEZA) (2003 - 2004); unter der Leitung  des BWG.
Zielsetzungen
Verbesserung der operationellen Zuflussvorhersagen aus dem direkt angrenzenden Einzugsgebiet zum Reservoir des Drei-Schluchten-Dammes am Yangtze in China an der Changjiang Water Resources Commission (CWRC) Gesamtleitung: Dr. B. Schädler/BWG; Beauftragte: ETHZ (Dr. Gurtz/Dr.Zappa), MFB-GeoConsulting
Drei-Schluchten Damm
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Auftrag
Zur Verbesserung der Grundlagendaten für ein modernes Abflussvorhersageverfahren musste eine Geomatik-Infrastruktur aufgebaut, ausgewählte Geo-Datensätze beschafft und ausgewertet, sowie das lokale Personal ausgebildet werden:

Aufbau einer Satellitenempfangsanlage für digitale NOAA/AVHRR Daten. Diese Daten decken die grundlegendsten Bedürfnisse an Geodaten ab (Vegetations- und Landnutzungs-, Schneebedeckungs- und Bewölkungskarten, Monitoring von Überschwemmungen, etc.). Sie sind mit einer Rastergrösse von 1 km2 der Grösse des Einzugsgebiets angepasst und zudem gratis empfangbar (was der Forderung nach Nachhaltigkeit entspricht);

Aufbau einer Prozessierungskette von Geodaten mittels digitaler Bildverarbeitungs- und GIS-Systeme inklusive einer server-basierten Computerinfrastruktur für digitale Bildverarbeitung und GIS;

Lieferung weiterer, ausgewählter Geodaten wie: a) digitales 1 km Höhenmodell (DHM) für China, b) ASTER Satellitendaten für das Drei-Schluchten Einzugsgebiet (50,000 km2) inklusive eines daraus hergeleiteten DHM zur sehr detaillierten naturräumlichen Charakterisierung des Einzugsgebiets;

Evaluation, und Implementierung eines leistungsfähigen und  benutzerfreundlichen Hydrologischen Modells mit dem das Einzugsgebiet des "Daning Flusses" als Testgebiet Modell (PREVAH der ETHZ);

Für die Ausbildung der entsprechenden Fachkräfte war ein mehrstufiges Vorgehen vorgesehen: a) Basisausbildung mehrerer Personen in Bildverarbeitung und GIS an einer chinesischen Universität, b) Aufbauprogramm an einer auf Erdbeobachtung und GIS spezialisierten Institution (Schweiz oder Europa), c) projekt-spezifische Ausbildung in der Schweiz im Bereich der Fernerkundung, GIS und der Hochwasserprognose. Schweizer Experten sollten zudem für einen Intensivkurs (nach erfolgter Grundausbildung) in Fernerkundung, GIS und Vorhersage in Wuhan zur Verfügung stehen.

Wuhan, Yangtze, Hochwasserschutz-Anlage
Wuhan, Hydrologische Station
Hochwassermarken CWRC
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Ausführung
Abklärungsmission im Frühjahr 2003 durch Dr. Bruno Schädler (BWG) und Dr. Michael Baumgartner (MFB-GeoConsulting) zur Ermittlung und Festlegung der Bedürfnisse der chinesischen Projektpartner.

Im Frühjahr 2004 wurde die server-basierte Computerinfrastruktur (Bildverarbeitung und GIS) in der Schweiz aufgebaut, getestet und dann nach China verschifft, damit die ganze Anlage am CWRC in Wuhan schliesslich wieder zusammengebaut und Ende Juni in Betrieb genommen werden konnte.

Im Sommer 2004 wurde eine NOAA-AVHRR Empfangsanlage von VCS installiert und der automatische Datentransfer zum bereits gelieferten Bildverarbeitungssystem (ERDAS IMAGINE von Leica Geosystems) aufgebaut. In einer feierlichen Zeremonie erfolgte die Unterzeichnung des Übergabeprotokolls mit der CWRC.

AVHRR, 63 Kb Ceremony, 63 Kb Group, 63 Kb

MFB-Geo organisierte  für vier Chinesische Spezialisten einen sechs Monate dauernden Ausbildungskurs am ITC in Enschede (Holland) mit Schwerpunkt Erdbeobachtung und GIS in der Hydrologie. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung in Holland waren die vier chinesischen Wissenschafter im Sommer 2004 für zwei Wochen in der Schweiz. Das Schwergewicht der Ausbildung in der Schweiz bei MFB-GeoConsulting und an der ETH lag beim Flood Monitoring.

In einem nächsten Schritt erfolgte eine weitere Ausbildung vor Ort im September 2004 mit dem Ziel, Erdbeobachtungs- und andere Geodaten sodann operationell für das Flood Monitoring einzusetzen können.

Unterlagen, Infos, Publikationen

Minderung des Hochwasserrisikos in China am Beispiel Changjiang (Jangtse) - Andreas Götz, Januar 2004

Hochwasservorhersage am Yangtse (China) - 2003 WSL, Massimiliano Zappa

Sino-Swiss Chiangjiang Flood Forecasting Assistance Project – CWRC January 2003 – April 2005

Flyer MFB-Training CWRC 2004a

Flyer MFB-Training CWRC 2004b

MFB-GeoConsulting News

Yangtze-Projekt Phase 1

28.06.2004

Yangtze River Flood Monitoring

MFB-Geo baut eine Prozessierungkette zur Flutüberwachung am Yangtze auf

Versand der Computer nach China & Installation der Infrastrucktur am CWRC

In einem von der Schweizer Entwicklungshilfe (DEZA/SKH) finanzierten und durch das Bundesamt für Wasser und Geologie geleiteten Projekt, bauen MFB-Geo und die ETH Zürich eine operationelle Verarbeitungskette für die Flutüberwachung an der Changjiang (Yangtze) Water Resources Commission (CWRC) auf. Die ETHZ ist für die Parameterisierung und die Implementierung eines hydrologischen Modells verantwortlich. MFB-Geo baut die Computerinfrastruktur für den Empfang und die Verarbeitung von Satellitendaten sowie für Analysen mit geographischen Informationssystemen auf.

Im Frühjahr wurde die server-basierte Computerinfrastruktur (Bildverarbeitung und GIS) in der Schweiz aufgebaut, getestet und dann nach China verschifft. Am CWRC in Wuhan wurde die ganze Anlage schliesslich wieder zusammengebaut und in Betrieb genommen.

28.06.2004

Remote-Sensing Ausbildung im Rahmen des Yangtze-River Projekts

MFB-Geo bildet vier Chinesische Spezialisten in Erdbeobachtung und GIS aus

Die Herren Shen, Wang, Li und Zhao während des Workshops Workshop Dokumentation

In einem von der Schweizer Entwicklungshilfe (DEZA/SKH) finanzierten und durch das Bundesamt für Wasser und Geologie geleiteten Projekt, bauen MFB-Geo und die ETH Zürich eine operationelle Verarbeitungskette für die Flutüberwachung an der Changjiang (Yangtze) Water Resources Commission (CWRC) auf. MFB-Geo organisierte einen sechs Monate dauernden Ausbildungskurs am ITC in Enschede (Holland) mit Schwerpunkt Erdbeobachtung und GIS in der Hydrologie. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung in Holland sind die vier Spezialisten aus China nun für zwei Wochen in der Schweiz. Das Schwergewicht der Ausbildung liegt beim Flood Monitoring.

27.07.2004

Remote-Sensing Ausbildung im Rahmen des Yangtze-River Projekts

Abschluss des Kurses mit vier chinesische Spezialisten

Shen, 100 Kb Wang, 100 Kb Zhao, 100 Kb Li, 100 Kb

Übergabe der Zertifikate an die Kursteilnehmer Shen, Wang, Zhao, and Li (von links)

In einem von der Schweizer Entwicklungshilfe (DEZA/SKH) finanzierten und durch das Bundesamt für Wasser und Geologie geleiteten Projekt, bauen MFB-Geo und die ETH Zürich eine operationelle Verarbeitungskette für die Flutüberwachung an der Changjiang (Yangtze) Water Resources Commission (CWRC) auf. Die vier chinesischen Spezialisten haben den Kurs in der Schweiz (mit Schwergewicht Flood Monitoring) erfolgreich abgeschlossen. Bei einer kleinen Feier wurden den Absolventen die Zertifikate überreicht. In einem nächsten Schritt erfolgt eine weitere Ausbildung vor Ort mit dem Ziel, Erdbeobachtungs- und andere Geodaten operationell im Flood Monitoring einzusetzen.

26.08.2004

Abschluss der Installationen im Rahmen des Yangtze-River Projekts

Übergabe der Infrastruktur an die Yangtze Water Resources Commission

AVHRR, 63 Kb Ceremony, 63 Kb Group, 63 Kb
NOAA-AVHRR Empfangsanlage von VCS
Unterzeichnung des Übergabeprotokolls

In einem von der Schweizer Entwicklungshilfe (DEZA/SKH) finanzierten und durch das Bundesamt für Wasser und Geologie geleiteten Projekt, bauen MFB-Geo und die ETH Zürich eine operationelle Verarbeitungskette für die Flutüberwachung an der Changjiang (Yangtze) Water Resources Commission (CWRC) auf. In einem letzten Schritt wurde nun eine NOAA-AVHRR Empfangsanlage installiert und der automatische Datentransfer zum bereits gelieferten Bildverarbeitungssystem (ERDAS Imagine von Leica Geosystems) aufgebaut. In einer feierlichen Zeremonie wurde anschliessend die gesamte von der Schweiz implementierte Infrastruktur an die CWRC übergeben.